Die monatliche Kredit Rate

Wenn man sich über Kredite informiert und sich erstmalig mit dieser Materie beschäftigt, dann kann einen die große Menge unterschiedlicher Begrifflichkeiten schon ganz schön verwirren. Bei jedem Kreditangebot, aber auch im späteren Kreditvertrag, liest man beispielsweise immer wieder den Begriff “monatliche Rate”. Was aber ist das genau? Das es die Gesamtzahl der monatlichen Zahlungen ist, ist nicht schwer zu erraten, aber was verbirgt sich hier eigentlich im einzelnen?

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Nun, die monatliche Rate besteht zwar nur aus einer Summe, insgesamt verbergen sich hier aber bis zu vier Bestandteile. Auf der einen Seite besteht die monatliche Rate zuerst einmal aus dem Zinsanteil, also den Kosten, die das Darlehen verursacht, und dem Tilgungsanteil, also dem Abtrag, der tatsächlich für die Tilgung des Kredites benutzt wird. Auf der anderen Seite gibt es aber auch noch Kosten, die durch evtl.Restschuldversicherungen oder durch Kontoführungsgebühren entstehen – auch diese werden in der monatlichen Raten mit berücksichtigt.
Möchte man die Höhe der einzelnen Bestandteile der monatlichen Raten ganz genau wissen, so muss man sich nur den Kreditvertrag einmal genauer anschauen – hier werden die einzelnen Positionen explizit aufgelistet (dazu sind die Kreditinstitute nach “Preisangabenverordnung” verpflichtet).

Die monatliche Rate ist also die Höhe der Gesamtbelastung – als solche spielt sie natürlich auch bei der Prüfung des Kreditantrages eine wichtige Rolle. Das Kreditinstitut verfolgt mit sämtlichen Prüfungsmechanismen, z.B. mit dem Kreditscoring, einzig und allein die Absicht, zu prüfen, ob der Mandant sich den Kredit in der von ihm gewünschten Form überhaupt wird leisten können, sprich ob sein monatlicher, finanzieller Überschuss die Deckung der Kreditraten zulässt oder nicht. Ist die monatliche Rate zu hoch, muss der Kreditvertrag entweder angepasst werden oder er wird, wenn eine Anpassung unmöglich ist, schlicht abgelehnt.